Über uns

Wer wir sind

Illegaler Drogenanbau, Drogenhandel und Drogengebrauch sind globale Phänomene. Es sind jedoch insbesondere Entwicklungs- und Schwellenländer, die von den schädlichen Folgen der Drogenproblematik betroffen sind. Die Globale Partnerschaft für Drogenpolitik und Entwicklung (Global Partnership on Drug Policies and Development, GPDPD) begegnet dieser Herausforderung mit ganzheitlichen Ansätzen. Auftraggeber der GPDPD ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung hat die politische Schirmherrschaft über das Projekt. Ziel ist es, gemeinsam mit interessierten Regierungen und internationalen Partnerorganisationen entwicklungs- und gesundheitspolitische Ansätze in der Drogenpolitik zu fördern und zur internationalen Norm zu machen. Die ebenso ganzheitlichen wie innovativen Herangehensweisen beruhen dabei auf wissenschaftlichen Erkenntnissen. Zentraler Orientierungspunkt für alle Ansätze ist das Wohlergehen des Individuums und die Wahrung der Menschenrechte. Indem man Konzepte der ländlichen Entwicklung und des Schutzes der öffentlichen Gesundheit vereint, werden nachhaltige Lösungen für den Umgang mit der globalen Drogenproblematik gefunden.

Die Aktivitäten der GPDPD erstrecken sich auf mehrere Ebenen

Das Vorhaben wirkt darauf hin, dass auf globaler Ebene entwicklungs- und gesundheitspolitische Positionen in der Drogenpolitik verankert und zum globalen Selbstverständnis werden. In internationalen Dialogforen vertritt die GPDPD im Auftrag des BMZ entsprechende Positionen. Den Rahmen für diese Aktivitäten bilden das Abschlussdokument der Sondersitzung der Generalversammlung der Vereinten Nationen zur Weltdrogenproblematik 2016 (Special Session of the General Assembly on the World Drug Problem, UNGASS 2016)  sowie die jährlichen Beschlüsse der Suchtstoffkommission der Vereinten Nationen (Commission on Narcotic Drugs).

 

Außerdem berät die GPDPD interessierte Regierungen bei der Anpassung ihrer nationalen Drogenstrategien. Gemeinsam mit den Umsetzungspartnern werden drogenpolitische Ansätze erarbeitet, bewertet und durchgeführt. So betreut das Vorhaben in verschiedenen Ländern Beratungsmaßnahmen und Pilotprojekte zur Alternativen Entwicklung und der Förderung öffentlicher Gesundheit.

 

Schließlich treibt die GPDPD die Erweiterung wissenschaftlicher Forschung und Innovation in der globalen Drogenpolitik voran. Damit Drogenpolitik auf belegbaren Erkenntnissen beruht, braucht es fundiertes Wissen und Evidenz. Nur so können drogenpolitische Konzepte objektiv und frei von ideologischen Überzeugungen gestaltet werden.

Schirmherrschaft

Die GPDPD steht unter politischer Schirmherrschaft der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Daniela Ludwig MdB. Sie koordiniert die Drogen- und Suchtpolitik der deutschen Bundesregierung. Als Schirmherrin stimmt sie die Arbeit der GPDPD mit dem internationalen Engagement des BMZ und der Bundesregierung ab. Im In- und Ausland setzt sie sich für eine ganzheitliche Drogenpolitik ein, die sich in starkem Maße an gesundheits- und entwicklungspolitischen Leitlinien orientiert – im Mittelpunkt steht der Mensch.

 

Die deutsche Drogenpolitik baut auf vier komplementären Säulen auf: Prävention von Drogenkonsum, Beratung und Behandlung von Drogenabhängigen, Schadensreduzierung sowie strafrechtliche Verfolgung.

Partner

Die Gestaltung einer nachhaltigen Strategie im Umgang mit der globalen Drogenproblematik im konsensorientierten Handlungsrahmen der Vereinten Nationen setzt eine intensive Kooperation zwischen Regierungen und Organisationen voraus. Daher arbeitet die GPDPD eng mit einer Reihe von Partnern zusammen. Die GPDPD kooperiert mit Regierungen, die in ihrer Drogenpolitik eine ähnliche Agenda wie die deutsche Bundesregierung verfolgen. Durch eine solche vorherige Abstimmung können gemeinsame Standpunkte in internationalen Dialogforen effektiver vertreten werden. Auch die Realisierung von Pilotprojekten wird durch die internationale Kooperation erheblich erleichtert. Bisher wurde mit den Regierungen Großbritanniens, Kolumbiens, der Niederlande, Norwegens, Perus, der Schweiz und Thailands in verschiedenen Formen und Kontexten zur Gestaltung des internationalen drogenpolitischen Dialoges zusammengearbeitet.

 

Sowohl in der Beratung von interessierten Regierungen als auch in der Umsetzung von Pilotprojekten kooperiert die GPDPD mit einem Konsortium, das aus vier Umsetzungspartnern besteht:

Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (United Nations Office on Drugs and Crime, UNODC)
International Drug Policy Consortium (IDPC)
Mae Fah Luang-Stiftung (Mae Fah Luang Foundation, MFLF)
Transnational Institute (TNI)

Gemeinsam verfügt das Konsortium über weitreichende Erfahrungen in der Erarbeitung, Bewertung und Anwendung von drogenpolitischen Instrumenten, die Ziele der Alternativen Entwicklung verfolgen, die öffentliche Gesundheit fördern und die Menschenrechte wahren. Auch auf bilateraler Ebene steht die GPDPD in engem Austausch mit den vier Umsetzungspartnern.

 

Des Weiteren ist die GPDPD mit Stiftungen, Forschungseinrichtungen und Institutionen vernetzt. Zu verschiedenen Themen und Anlässen arbeitet sie regelmäßig mit folgenden Partnern zusammen: der Global Initiative against Transnational Organized Crime, der London School of Economics and Political Science, der niederländischen Nichtregierungsorganisation MAINline, den Open Society Foundations und der University of Essex.

Kontakt

Bei weitergehendem Interesse oder Fragen können Sie gerne Kontakt zu uns aufnehmen. Ihre Anfrage richten Sie bitte an: gpdpd@giz.de