Länderaktivitäten

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Zusammenarbeit auf Augenhöhe

Viele Entwicklungs- und Schwellenländer sehen sich in steigendem Maße mit den negativen Folgen des Anbaus, der Produktion und des Gebrauchs illegaler Drogen konfrontiert. Da häufig die Erfahrung im Umgang mit solchen Problematiken fehlt, berät die GPDPD im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwickung (BMZ) interessierte Regierungen. Ziel ist es, Partnerstaaten bei der nachhaltigen Lösung von drogenpolitischen Herausforderungen zu unterstützen. Der Schwerpunkt liegt auf dem Anbau und dem Gebrauch illegaler Drogen als besondere Herausforderungen.

Entwicklungs- und Schwellenländer nehmen eine entscheidende Position in der globalen Drogenproblematik ein. Koka und Schlafmohn werden nahezu ausschließlich in lateinamerikanischen und asiatischen Staaten angebaut. Auch deren Weiterverarbeitung zu illegalen Drogen wie Kokain und Heroin findet zumeist in diesen Ländern statt. Zusätzlich hat dort in den vergangenen Jahren auch der Konsum illegaler Substanzen zugenommen. Cannabis, Crack-Kokain und Amphetamine sind in Lateinamerika, Asien und Afrika oftmals ebenso präsent wie in Nordamerika oder Westeuropa. Gleichzeitig richten manche von der Drogenökonomie betroffene Staaten ihre Gegenstrategien neu aus: Nachdem der sogenannte „Krieg gegen die Drogen“ mit seinen sehr repressiven Ansätzen nur wenige Erfolge geliefert hat, zeigt eine zunehmende Zahl von Regierungen Interesse an einer entwicklungs- und gesundheitsorientierten Drogenpolitik.

 

Um nachhaltige Antworten auf drogenspezifische Probleme zu finden, ist es daher umso wichtiger, mit Partnerstaaten fachlich zusammenzuarbeiten und den gegenseitigen Austausch zu fördern. Die Globale Partnerschaft für Drogenpolitik und Entwicklung (Global Partnership on Drug Policies and Development, GPDPD) berät im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) interessierte Regierungen bei der Anpassung ihrer drogenpolitischen Instrumente. Gemeinsam mit einem Umsetzungskonsortium und lokalen Ansprechpartnern pilotiert die GPDPD außerdem innovative Ansätze in den betroffenen Ländern.

 

Denn obwohl immer mehr Staaten an Ansätzen der Alternativen Entwicklung oder Schadensreduzierung interessiert sind, fehlt es ihnen häufig an Erfahrungen für deren Realisierung. Hinzu kommt, dass die drogen- und gesundheitspolitischen Kompetenzen der nationalen Behörden in vielen Ländern nicht ausreichend sind. Um Wissenslücken zu schließen, setzt die GPDPD Pilotvorhaben, Beratungs- und Trainingsprogramme um. Inhaltlicher Schwerpunkt der Arbeit liegt dabei auf entwicklungs- und gesundheitspolitischen Ansätzen sowie der Bedeutung der Menschenrechte in der Drogenpolitik. Die jeweiligen Beratungsangebote werden spezifisch auf die jeweilige Interessenslage der Partnerländer – nämlich Albanien, Kolumbien und Thailand – angepasst.