Drugs & Development Hub

Drogenpolitik neu denken

Phänomene, Politiken und Programme im Zusammenhang mit Drogenökonomien werden oft zu einseitig betrachtet. Dabei ist das Zusammenspiel verschiedener Perspektiven erfolgsversprechend, um die Komplexität von Drogenökonomien und ihre wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Folgen zu verstehen und ihnen zu begegnen. 

 

 

Die Globale Partnerschaft für Drogenpolitik und Entwicklung (Global Partnership on Drug Policies and Development) hat zusammen mit der London School of Economics  und der Global Initiative Against Transnational Organized Crime eine Initiative ins Leben gerufen, um diese Trennung zu überbrücken und neue Perspektiven für eine integrierte Drogenpolitik zu schaffen: den Drugs & Development Hub. Die Idee ist es, Wissenschaftler*innen, Entscheidungsträger*innen, und auch von Drogenökonomien betroffene Menschen zusammenzubringen, um neue Ansätze, Daten, Initiativen und Netzwerke hervorzuheben und zu diskutieren. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf den häufig besonders betroffenen ländlichen Regionen in den Ursprungs- und Transitländern illegaler Drogen.

 

 

 

 

In der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá wurde die Plattform im Januar 2020 offiziell im Kontext eines Workshops und öffentlichen Events in der renommierten Universidad de los Andes initiiert. Drei Themenbereiche standen im Vordergrund: entwicklungsorientierte Antworten auf Drogenökonomien in ländlichen Gegenden, in urbanen Räumen, sowie die Resilienz von Drogenanbau und -handel betroffener Gemeinden.

 

Die Diskussionen warfen verschiedenste Fragen auf: Können Entwicklungsmaßnahmen in Drogenanbauregionen mit Umweltschutzzielen in Einklang gebracht werden? Lassen sich Prinzipien der ländlichen Entwicklung auch im Umgang mit Drogenproblematiken in Städten anwenden? Wie kann die lokale Presse in stark von Drogenökonomien betroffenen Gemeinden mobilisiert und gleichzeitig geschützt werden?

 

Unter dem Schirm des Drugs & Development Hub werden künftig weitere Veranstaltungs- und digitale Austauschformate, aber auch neue Forschungsinitiativen und Projekte zusammengebracht, um diese und weitere Fragen zu diskutieren.

 

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