Brandenburg Forum zu Drogen- und Entwicklungspolitik

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Ein starkes Bündnis für eine am Menschen orientierte Drogenpolitik

Seit 2016 kommen Expert*innen internationaler Drogenpolitik jedes Jahr auf dem Brandenburg Forum zu Drogen- und Entwicklungspolitik (BBF) zusammen. Das Forum ist eine Konferenz, die dem internationalen Austausch und der Abstimmung dient. Welche Inhalte werden dort diskutiert? Wie kann damit menschliche und nachhaltige Drogenpolitik gestärkt werden?

Auf den jährlichen Tagungen der Suchtstoffkommission der Vereinten Nationen (United Nations Commission on Narcotic Drugs, CND) werden Entscheidungen getroffen, die wegweisend für die Zukunft internationaler Drogenpolitik sind. Um dort staatenübergreifend Positionen mit Fokus auf Entwicklung, öffentliche Gesundheit und die Achtung der Menschenrechte einzubringen, braucht es bereits im Voraus gemeinsamen Austausch und Konsensfindung. Hierfür hat sich das Brandenburg Forum zu Drogen- und Entwicklungspolitik (BBF) über die vergangenen Jahre als entscheidende Plattform etabliert, die erfolgreich den internationalen drogenpolitischen Dialog vorantreibt.

 

Seit 2016 treffen sich jährlich im Februar – nur wenige Wochen vor der Sitzung der CND-Vertreter*innen interessierter Staaten, internationaler Organisationen, der Zivilgesellschaft und Wissenschaft in Brandenburg. So schafft die Globale Partnerschaft für Drogenpolitik und Entwicklung (Global Partnership on Drug Policies and Development, GPDPD) im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Raum, um konstruktive Debatten zu führen und gegenseitiges Verständnis aufzubauen. Mitausrichter sind die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, die niederländische Regierung, das norwegische Ministerium für Gesundheits- und Pflegedienste, das International Drug Policy Consortium (IDPC) und das Transnational Institute (TNI).

Über die vergangenen Jahre entwickelte sich die Ausrichtung und Einbettung des BBF in die internationale Drogenpolitik weiter. Ursprünglich war das Forum als einmaliges Format angedacht, mit dem Staaten dabei unterstützt werden sollten, die Beschlüsse der Sondersitzung der Generalversammlung der Vereinten Nationen zur Weltdrogenproblematik (UNGASS) 2016 umzusetzen. Inzwischen hat sich das BBF zu einer renommierten Konferenz in der globalen Drogenpolitik entwickelt.

 

Aus den Diskussionen auf dem BBF werden neue Erkenntnisse und gemeinsame Ansichten gewonnen, die gerade im Hinblick auf die jährliche Tagung der CND wichtig sind. Die Teilnehmer*innen des Forums stärken bestehende Kooperationen und bilden hierbei Allianzen über Staaten und Institutionen hinweg. Diese internationale Zusammenarbeit, gefestigt auf dem BBF, setzt sich in der CND fort. Dort repräsentiert ein breites, ständig wachsendes Bündnis verschiedener Staaten eine humane und nachhaltig wirksame Drogenpolitik. Dazu leistet die GPDPD mit der Ausrichtung des Brandenburg Forums einen essentiellen Beitrag.