Drogenpolitik

Internationale Drogenpolitik mit Perspektive

Global, menschlich und entwicklungsfördernd innovative Ansätze für eine nachhaltige Drogenpolitik

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Drogenpolitik mit Fokus auf nachhaltige Entwicklung, gesundheits- und menschenrechtsorientiert – hierfür setzt sich die GPDPD im Auftrag des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und unter Schirmherrschaft der Drogenbeauftragten der Bundesregierung ein, im internationalen Dialog und in Kooperation mit Partnerländern und -organisationen.

Alternative Entwicklung

Alternative Entwicklung hilft Bäuerinnen und Bauern, der Armutsfalle des illegalen Drogenanbaus zu entkommen

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Weltweit hat in den vergangenen zehn Jahren der illegale Anbau von Drogenpflanzen wie Koka und Schlafmohn massiv zugenommen. Viele Länder reagieren darauf mit repressiven Maßnahmen und vernichten die Pflanzen. Auf kurze Sicht wird der Anbau eingedämmt, doch seine eigentlichen Ursachen werden oft missachtet – wenn nicht sogar verschärft. Der illegale Anbau ist ein Symptom: Der Ansatz der Alternativen Entwicklung sieht die Gründe dafür in Entwicklungsdefiziten und setzt an diesen an.

Menschenrechte und Drogenpolitik

Warum die Wahrung der Menschenrechte für eine nachhaltige Drogenpolitik unumgänglich ist

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Im Kampf gegen illegale Drogen kommt es häufig zu schweren Menschenrechtsverletzungen: Folter, Massenverhaftungen, außergerichtliche Tötungen, jahrelange Inhaftierungen ohne Strafprozess und Todesstrafen für mutmaßliche Drogennutzer*innen oder Kleinstdealer*innen, die Verweigerung wesentlicher Rechte – um nur einige zu nennen. Es bedarf eines Umdenkens in der internationalen Drogenpolitik, denn die Wahrung der Menschenrechte ist eine Grundbedingung von Entwicklung. Wer sie nicht berücksichtigt, wird keine nachhaltigen Veränderungen in der Drogenproblematik herbeiführen.

Für eine gendersensible Drogenpolitik

Vom Anbau bis zum Drogengebrauch – unterschiedliche Lebensrealitäten brauchen unterschiedliche politische Antworten

©2016 The Christian Science Monitor

Geprägt durch Popkultur und die Nachrichten denken wir bei Drogenökonomien zuerst – wenn nicht ausschließlich – an Männer. Dabei sind an der gesamten Wertschöpfungskette Frauen und Männer beteiligt: angefangen beim Anbau von Drogenpflanzen und ihrer Weiterverarbeitung zu illegalen Substanzen über den Handel mit Drogen bis hin zu deren Konsum. Ihre Rollen und Erfahrungen unterscheiden sich jedoch deutlich. Doch Programme für die nachhaltige Entwicklung von Drogenpflanzenanbaugebieten oder Suchthilfeangebote sind in vielen Fällen nicht auf die Lebensrealitäten von Frauen zugeschnitten. Die GPDPD möchte das im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ändern und setzt sich für eine gendersensible Drogenpolitik ein.

Gesundheitsorientierte Drogenpolitik

Risiken des Drogengebrauchs weltweit minimieren

GIZ/GPDPD

Drogengebrauch birgt mannigfache Risiken für den einzelnen Menschen und die Gesellschaft. Die GPDPD setzt sich im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) global für eine gesundheitsorientierte Drogenpolitik ein, weil sie die Risiken nachweislich mindert. Das in Deutschland erprobte Konzept der Schadensminimierung ist dabei grundlegend.