Foto: GIZ GPDE
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Über uns

Illegaler Drogenanbau, Drogenhandel und Drogenkonsum sind globale Phänomene. Es sind jedoch insbesondere Entwicklungsländer, die von den schädlichen Folgen der Drogenproblematik betroffen sind. Zu diesen negativen Begleiterscheinungen zählen bewaffnete Konflikte, die Ausbreitung des organisierten Verbrechens und der Korruption, die Verarmung der lokalen Bevölkerung in den Drogenanbaugebieten und eine Erhöhung der Risiken für die öffentliche Gesundheit durch den Konsum illegaler Drogen und die Übertragung von Krankheiten. Viele Länder sind mit der Bewältigung dieser massiven Herausforderungen bislang überfordert.

An dieser Problematik setzt die Initiative „Globale Partnerschaft für Drogenpolitik und Entwicklung“ (GPDE) an. Die GPDE ist ein Projekt, das die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und unter politischer Schirmherrschaft der Drogenbeauftragten der Bundesregierung durchführt.
Das sektor- und regionenübergreifende Vorhaben hat zum Ziel, gemeinsam mit interessierten Regierungen und mit internationalen Partnerorganisationen die Umsetzung entwicklungs- und gesundheitsorientierter Ansätze in der Drogenpolitik zu fördern. Konzepte der ländlichen Entwicklung und des Schutzes der öffentlichen Gesundheit sollen vereint und auf diese Weise bessere Lösungen für den Umgang mit der globalen Drogenproblematik gefunden werden.

Das Projekt GPDE engagiert sich vor allem auf drei Feldern:

 
 
Handlungsfeld 1
Handlungsfeld 2
Handlungsfeld 3

Erstens treibt es den internationalen drogenpolitischen Dialog voran. Den Rahmen für diese Aktivitäten wird insbesondere die Umsetzung der Beschlüsse der Sondergeneralversammlung der Vereinten Nationen zum Weltdrogenproblem (UNGASS) 2016 bilden. Die GPDE will im Rahmen von Dialogmaßnahmen darauf hinwirken, dass in der globalen Drogenpolitik Positionen verankert werden, die sich an der Förderung der ländlichen Entwicklung und des Gesundheitsschutzes orientieren. Sie kooperiert hier mit den Regierungen anderer Staaten, zum Beispiel Großbritanniens, Kolumbiens, Myanmars, der Niederlande, Norwegens und Thailands.

Zweitens berät das Projekt interessierte Regierungen bei der Anpassung ihrer nationalen drogenpolitischen Strategien. Diese Maßnahmen werden gemeinsam mit einem Umsetzungskonsortium durchgeführt, das von der GIZ geleitet wird. Mitglieder des Konsortiums sind das Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC), die thailändische Mae-Fah-Luang-Stiftung sowie die Nichtregierungsorganisationen Transnational Institute (TNI) und International Drug Policy Consortium (IDPC).

Drittens setzt sich die GPDE für die Verbesserung der wissenschaftlichen Grundlagen der internationalen Drogenpolitik ein. Im Vordergrund stehen hierbei Erkenntnisse über die Wirksamkeit der Ansätze zur alternativen Entwicklung und zur öffentlichen Gesundheitsvorsorge im Umgang mit Drogenkonsum.

 
 

Das Projekt GPDE ist ein Novum in der Drogenpolitik der Bundesregierung. Erstmals wird ein Vorhaben in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit unter politischer Schirmherrschaft der Drogenbeauftragten der Bundesregierung realisiert. Und erstmals werden entwicklungspolitische und gesundheitsorientierte Ansätze der Drogenpolitik in einem global angelegten Projekt der Entwicklungszusammenarbeit vereint. Durch seine globale Ausrichtung und seine innovativen Pilotprogramme leistet das BMZ mit der GPDE-Initiative einen direkten Beitrag zur Umsetzung des Aktionsplans der Vereinten Nationen zur Bekämpfung des Weltdrogenproblems von 2009, der Nationalen Strategie zur Drogen- und Suchtpolitik der Bundesregierung von 2012 sowie des EU-Drogenaktionsplans von 2013. Die ressortübergreifende Kohärenz der Maßnahmen des GPDE-Projekts wird über ein politisches Steuerungsgremium, den Ressortkreis Drogenpolitik, gesichert, dem Vertreter des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG), des Auswärtigen Amtes (AA), des Bundesministeriums des Inneren (BMI) und des BMZ angehören und dessen Vorsitz die Drogenbeauftragte der Bundesregierung übernommen hat.