Mae-Fah-Luang-Stiftung

Mae-Fah-Luang-Stiftung

Die thailändische Mae-Fah-Luang-Stiftung (MFLF) wurde im Jahr 1972 von Ihrer Königlichen Hoheit Prinzessin Srinagarindra gegründet, der Mutter des 2016 verstorbenen thailändischen Königs, Seiner Majestät Bhumibol Adulyadej. 1988 rief die Stiftung im Norden Thailands das Doi-Tung-Entwicklungsprojekt ins Leben. Dort, in einer der Hauptregionen der Opiumproduktion im Goldenen Dreieck zwischen Thailand, Laos und Myanmar, unterstützt das Projekt seither verarmte Gemeinden in der Region und hilft der lokalen Bevölkerung dabei, ihre Lebensumstände zu verbessern. Das Doi-Tung-Projekt schafft für Kleinbauern und ihre Familien, die bisher im Schlafmohnanbau ihr Auskommen gesucht haben, alternative Beschäftigungsmöglichkeiten und trägt somit zu einer nachhaltigen Entwicklung der Region bei.

In den 1960er Jahren waren die ländlichen Gegenden Nord-Thailands stark vom Opiumanbau und extremer Armut geprägt. In dieser Zeit begann die thailändische Regierung mit der wirtschaftlichen Transformation dieser Landesteile. Im Verlauf der folgenden Jahrzehnte initiierte sie zahlreiche Projekte im Norden des Landes, die darauf gerichtet waren, für die Schlafmohnproduzenten andere Existenzgrundlagen zu finden, so auch das Doi-Tung-Projekt unter der Leitung der Mae-Fah-Luang-Stiftung. Durch diese Strategie gelang es der Regierung in Bangkok, die Opiumherstellung zu stoppen, die für den Schlafmohnanbau abgeholzten Flächen wiederaufzuforsten und die Lebensbedingungen in den Gemeinden der Region zu verbessern. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit unterstützte diese erfolgreichen Maßnahmen ab 1983 ebenfalls mit Projekten der alternativen Entwicklung.

Im Ergebnis dieser Anstrengungen deklarierte das Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) Thailand 2002 als opiumfrei. Heute dienen die Erfahrungen Thailands anderen Ländern als Beispiel für die erfolgreiche Anwendung der Strategie der alternativen Entwicklung bei dem Bemühen, den illegalen Drogenanbau zurückzudrängen. UNODC hat das Doi-Tung-Projekt in diesem Zusammenhang als hervorragendes Beispiel für alternative Entwicklung herausgestellt.

Die Mae-Fah-Luang-Stiftung ist seit mehr als zwei Jahrzehnten in verarmten ländlichen Zonen sowohl in Thailand als auch in Myanmar, Afghanistan und Indonesien aktiv. Sie fördert dort zahlreiche Projekte, die auf dem Prinzip der nachhaltigen alternativen Entwicklung beruhen. Jedes Jahr besuchen Delegationen mit Teilnehmern aus Politik, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Forschung die Projekte der Stiftung, um diese aus erster Hand kennenzulernen und den Ansatz der alternativen Entwicklung an einem praktischen Beispiel zu verstehen.

Die Mae-Fah-Luang-Stiftung ist in mehreren Staaten Umsetzungspartner des Projekts Globale Partnerschaft für Drogenpolitik und Entwicklung (GPDE). Die beiden Organisationen führen gemeinsam Maßnahmen in den Partnerländern durch und veranstalten für Vertreter von Drittstaaten im thailändischen Doi Tung regelmäßig Trainings zum entwicklungspolitischen Umgang mit der Drogenanbauproblematik.

 
 
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