Foto: GIZ GPDE
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Internationale Drogenpolitik weiter denken

Das Projekt Globale Partnerschaft für Drogenpolitik und Entwicklung (GPDE) hat das Ziel, Ansätze der internationalen Drogenpolitik zu fördern, die auf nachhaltige Entwicklung und die Verbesserung der öffentlichen Gesundheit gerichtet sind. Das Projekt arbeitet hierfür mit interessierten Regierungen und internationalen Partnerorganisationen eng zusammen. Ein Schwerpunkt der Arbeit der GPDE besteht darin, im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und unter der politischen Schirmherrschaft der Drogenbeauftragten den internationalen drogenpolitischen Dialog voranzubringen, insbesondere auf der Ebene der Vereinten Nationen, aber auch im Rahmen der EU, der OSZE und der G7. Das Projekt bietet speziell Entwicklungs- und Schwellenländern die Möglichkeit, die für sie vorrangigen entwicklungspolitischen Aspekte der globalen Drogenproblematik in die Diskussion der Staatengemeinschaft einzubringen.

Seit den 2010er Jahren wird die internationale Drogenpolitik von einer Reformdebatte begleitet, deren Intensität zunimmt. Die Ansätze der alternativen Entwicklung und des Gesundheitsschutzes gewinnen immer größeren Zuspruch unter Regierungen sowie internationalen und regionalen Organisationen. Die Sondergeneralversammlung der Vereinten Nationen zum Weltdrogenproblem (UNGASS) im April 2016 hat die Weichen in der internationalen Drogenpolitik neu gestellt. Die dort verabschiedeten Beschlüsse werden in den kommenden Jahren die Rahmenbedingungen bilden für die Gestaltung und Umsetzung innovativer Drogenpolitiken.

Das Projekt GPDE hat die UNGASS-Sitzung zusammen mit Partnerregierungen der EU, aus Afrika, Asien und Lateinamerika vorbereitet, im Auftrag der Bundesregierung gemeinsame entwicklungs- und gesundheitspolitische Positionen unter diesen Partnern herausgearbeitet und diese in die Abschlusserklärung eingebracht. Die GPDE hat zu diesem Zweck mit einer Reihe von Akteuren Allianzen gebildet, um die vereinbarten Standpunkte bei der Sondergeneralversammlung der Vereinten Nationen zu vertreten. Partner bei der Gestaltung des UNGASS-Prozesses und der Formulierung gemeinsamer Positionen waren zum Beispiel die Regierungen von Großbritannien, Kolumbien, Marokko, Myanmar, Norwegen, Peru und Thailand.

 
 
 

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