Kolumbien

In Kolumbien arbeitet das Projekt Globale Partnerschaft für Drogenpolitik und Entwicklung (GPDE) eng mit dem dort ansässigen Landesbüro der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) zusammen. Die GPDE kooperiert hier mit einem GIZ-Projekt zum Klima- und Waldschutz („Reducing Emissions from Deforestation and Forest Degradation", REDD+).

Der illegale Anbau von Kokapflanzen in Kolumbien erfolgt unkontrolliert und zieht eine Reihe von Umweltproblemen nach sich. Für den Kokaanbau werden große Flächen entwaldet. Durch die Pflanzungen selbst und durch die chemische Weiterverarbeitung von Kokablättern zu Kokainpaste verschlechtern sich die Bodenverhältnisse. Im Zuge ihrer Zusammenarbeit erforschen die Projekte GPDE und REDD+ diese negativen Folgen des Anbaus von Kokapflanzen und versuchen, diesen entgegenzuwirken. Im Zeitraum 2016/2017 führen GPDE und REDD+ gemeinsam vier Pilotprojekte in der Amazonasregion Guaviare durch. Ziel all dieser Programme ist es, den Kokaanbau und mit ihm die Entwaldung einzudämmen und gleichzeitig die ländliche Entwicklung voranzutreiben. Die lokale Bevölkerung wird in die Projekte eng einbezogen. In regelmäßigen Treffen erarbeiten die Vertreter von GPDE und REDD+ gemeinsam mit Repräsentanten lokaler Behörden und zivilgesellschaftlicher Organisationen Strategien zur Verwirklichung des Projektziels.

Zur Unterstützung der Pilotprojekte veranstaltet die GPDE Trainingskurse für die kolumbianischen Lokalpartner. Die Kurse finden in Thailand statt. Sie werden gemeinsam mit der thailändischen Mae-Fah-Luang-Stiftung organisiert, die ein Umsetzungspartner der GPDE ist. Das thailändische Modell des Umgangs mit der Drogenanbauproblematik gilt international als vorbildlich. Die GPDE veröffentlicht die Erfahrungen aus den Trainingskursen und teilt sie mit anderen Organisationen, die im Bereich der ländlichen Entwicklung von Drogenanbauregionen tätig sind.

Das Brookings Institut, eine gemeinnützige Organisation für Forschung, die zu neuen Ideen für die Lösung von Problemen der Gesellschaft auf lokaler, nationaler und globaler Ebene führen soll, stellt in einem kürzlich veröffentlichten Artikel ebenfalls Parallelen zwischen der thailändischen und der kolumbianischen Entwicklung her. Ein Erfahrungsaustausch zwischen beiden Ländern wird darin als ein zwar kleiner, aber wertvoller Schritt in Richtung Stärkung ländlicher Entwicklung, Eindämmung des Kokaanbaus und der Entwaldung sowie Schaffung von Alternativen angeregt.

Foto: @Piyawat Usaha, Water development system
Foto: @Piyawat Usaha, Water development system
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