Foto: GIZ GPDE
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Gemeinsam Drogenpolitik verbessern

Die internationale Drogenpolitik ist im Umbruch. Viele Staaten, die massiv von den Auswirkungen des Drogenanbaus, Drogenhandels oder Drogenkonsums beeinträchtigt sind, orientieren sich in ihrer drogenpolitischen Ausrichtung um. Die deutliche Kritik der vergangenen Jahre an der Strategie des Kriegs gegen die Drogen hat ein Umdenken eingeleitet. Eine zunehmende Zahl von Regierungen zeigt Interesse an entwicklungs- und gesundheitsorientierten Ansätzen, um mit dem Drogenproblem besser umgehen zu können. Einer davon ist der Ansatz der alternativen Entwicklung. Er zielt darauf, den Kleinbäuerinnen und Kleinbauern anstelle des Anbaus von Drogenpflanzen alternative Beschäftigungsmöglichkeiten zu eröffnen und ihre Lebensgrundlage nachhaltig zu verbessern. Auch für den gesundheitspolitischen Ansatz der Schadensreduzierung sind immer mehr Regierungen offen.

Interessierten Regierungen fehlt es allerdings häufig an wissenschaftlich bewerteten Instrumenten und Strategien für eine entwicklungs- und gesundheitsorientierte Drogenpolitik. Hinzu kommt, dass die drogen- und gesundheitspolitische Leistungsfähigkeit der nationalen Behörden in vielen Ländern nicht ausreichend ist.

Ein Schwerpunkt des Projekts Globale Partnerschaft für Drogenpolitik und Entwicklung (GPDE) liegt daher auf der Beratung ausgewählter Regierungen in Asien, Afrika und Lateinamerika. Die GPDE führt im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) und unter politischer Schirmherrschaft der Drogenbeauftragten der Bundesregierung gemeinsam mit diesen Regierungen pilothafte Beratungsmaßnahmen durch, die auf eine Anpassung der jeweiligen nationalen drogenpolitischen Strategie gerichtet sind. Die Beratung erfolgt in Zusammenarbeit mit einem Umsetzungskonsortium, das von der GPDE geleitet wird. Mitglieder des Konsortiums sind das Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechungsbekämpfung (UNODC), die thailändische Mae-Fah-Luang-Stiftung sowie die Nichtregierungsorganisationen Transnational Institute (TNI) und International Drug Policy Consortium (IDPC)

 
 
 

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