Foto: C. Hässler – Ständige Vertretung Deutschlands bei den Vereinten Nationen New York
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Die Schirmherrin

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung

Das Projekt Globale Partnerschaft für Drogenpolitik und Entwicklung (GPDE) steht unter der Schirmherrschaft der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Marlene Mortler, die auch den Vorsitz im Projektsteuerungskreis übernommen hat.

Als Schirmherrin koordiniert die Drogenbeauftragte das Programm gemeinsam mit dem Auftraggeber, dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Für diese Kooperation zwischen den beiden Institutionen ist eine Verfahrensvereinbarung getroffen worden, die ein Novum in der Drogenpolitik der Bundesregierung darstellt.

Die Drogenbeauftragte setzt sich auf internationaler Ebene für eine ausgewogene Drogenpolitik ein. Diese baut auf den vier Säulen der Drogenpolitik der Bundesregierung auf: Prävention von Drogenkonsum, Beratung und Behandlung von Drogenabhängigen, Schadensreduzierung und strafrechtliche Maßnahmen.

Dieses drogenpolitische Konzept stellt den Menschen und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt. Es spiegelt sich international im Einsatz der Bundesregierung und der Drogenbeauftragten für einen vernunftbetonten dritten Weg in der Drogenpolitik wider, der sich in starkem Maße an entwicklungs- und gesundheitspolitischen Leitlinien orientiert und weder eine Politik des Laisser-faire verfolgt noch auf rein repressive Maßnahmen setzt. Eine zentrale Rolle spielt hierbei der Ansatz der alternativen Entwicklung. Kennzeichen dieses Ansatzes sind Maßnahmen zur Förderung alternativer Einkommensquellen für Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, die am Anbau von Drogenpflanzen beteiligt sind.

„Aber ich bin überzeugt, dass unsere Drogenpolitik einen weiteren Baustein braucht: Eine wirkungsvolle Politik für Alternative Entwicklung.
Menschen, die vom Anbau von Drogenpflanzen abhängig sind, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, brauchen reale Alternativen. Brauchen finanzielle Unterstützung, Hilfe zur Selbsthilfe. Deswegen hat Deutschland ein neues Programm geschaffen, die „Global Partnership on Drug Policies and Development“.“

Marlene Mortler MdB, Drogenbeauftragte der Bundesregierung – Rede bei der UNGASS (20.04.2016)

Die Schadensreduzierung (Harm Reduction), also die Minimierung der negativen Folgen, die mit dem Drogenkonsum verbunden sind, ist ein weiterer Ansatz, für den die Drogenbeauftragte der Bundesregierung auf internationaler Ebene wirbt. Vor allem die Regionen Asien, Afrika und Lateinamerika stehen hier im Fokus.

 
 

Das GPDE-Projekt ist ein Novum in der deutschen Drogenpolitik. Es steht unter der Schirmherrschaft der Drogenbeauftragten der Bundesregierung.