Peruaner zu Gast in Thailand: Nachhaltige ländliche Entwicklung durch Gemeinschaft und Eigenverantwortung

Aktuelles

05.11.2018

Die Drogenbehörde DEVIDA und Experten des Außenministeriums von Peru besuchen Doi Tung-Entwicklungsprojekt für ein Training zu Alternativer Entwicklung. Das Projekt schafft alternative Einkommensquellen für Kleinbauern und ihre Familien, die bisher vom Schlafmohnanbau gelebt haben.

Vom 16.-23. September 2018 nahmen zwölf Vertreter der peruanischen nationalen Drogenbehörde DEVIDA (Nationale Kommission für Entwicklung und ein Leben ohne Drogen), sowie des Außenministeriums von Peru an einem Training zu Alternativer Entwicklung in Thailand teil. Diese fand im Doi Tung-Entwicklungsprojekt im Verwaltungsdistrikt Chiang Rai, einer früheren Opiumanbauregion, statt und wurde gemeinsam von der thailändischen Mae Fah Luang-Stiftung unter königlicher Schirmherrschaft (MFLF) und GPDE veranstaltet.

Das Doi-Tung-Projekt schafft für Kleinbäuerinnen und Kleinbauern und ihre Familien, die bisher im Schlafmohnanbau ihr Auskommen gesucht haben, alternative Beschäftigungsmöglichkeiten und trägt somit zu einer nachhaltigen Entwicklung der Region bei. Entscheidend ist, die lokalen Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in die Planung und Durchführung von AE-Programmen einzubeziehen. Durch die Teilhabe können das Gemeinschaftsgefühl gestärkt und Anreize zur Übernahme von Eigenverantwortung der Gemeinden geschaffen werden.

Die peruanische Regierung führt bereits ein umfassendes AE-Programm durch. Dieses schließt allerdings – im Unterschied zu Thailand – die Zerstörung der Drogenpflanzen ohne den vorherigen Aufbau alternativer Einkommensquellen ein.

Es wurden vor allem die Erfolgsfaktoren von nachhaltigen AE-Programmen diskutiert. Die Entwicklung von Infrastruktur in entlegenen Regionen und damit die Anbindung an potenzielle Märkte stehen dabei genauso im Vordergrund wie die Entwicklung von Verständnis für die Bevölkerung und ihre Lebenswirklichkeiten durch die Regierung.

Ein weiterer Schwerpunkt der Studienreise lag auf Umweltaspekten. Seit dem Beginn des Entwicklungsprojekts in Doi Tung 1988 wurde das Gebiet nachhaltig aufgeforstet. Das Interesse der peruanischen Delegation für die dortige Agroforstwirtschaft – die eine Verbindung von natürlich belassenen Waldflächen und Nutzpflanzen ist – war groß.

Die Umsetzbarkeit des thailändischen Models in Peru wurde positiv eingeschätzt. In einem überschaubaren Terrain mit Anbindungsmöglichkeiten an Infrastrukturnetze und stabiler Sicherheitslage wären gute Bedingungen für ein nachhaltigen AE-Projekt in Peru gegeben.

 
 
Foto: GIZ GPDPD
Foto: GIZ GPDPD
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