Illegale Märkte schaden Menschen, Demokratien, der Umwelt und dem nachhaltigen Wachstum

Aktuelles

20.01.2019

neue Fachzeitschrift Journal of Illicit Economies and Development (JIED), die sich mit der Interaktion von illegalen Märkten und Entwicklung befasst

Die London School of Economics (LSE) und die Global Initiative Against Transnational Organized Crime publizierten im Januar 2019 zum ersten Mal die neue Fachzeitschrift Journal of Illicit Economies and Development (JIED), die sich mit der Interaktion von illegalen Märkten und Entwicklung befasst. Die Erstausgabe bildet die Vorträge des internationalen Kolloquiums „Addressing the Development Implications of Illicit Economies“ vom 19.-20. April 2018 ab. Dieses wurde von GPDE im Auftrag des BMZ gemeinsam mit der University of Glasgow, Christian Aid und dem Institut für Orientalische und Afrikanische Studien (SOAS) der University of London ausgerichtet. Die Autoren diskutieren, wie die schädlichen Effekte illegaler Märkte, etwa für Drogen, auf die Gesundheit und Umwelt, die Stabilität von demokratischen Institutionen und die öffentliche Sicherheit abgeschwächt oder vermieden werden können.

Ein besonderer Schwerpunkt der Fachzeitschrift liegt auf der Frage, wie die Ziele für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030 - etwa Armutsbekämpfung, Ernährungssicherung, die Förderung von Gesundheit, Umweltschutz sowie starke Institutionen - vor dem Hintergrund illegaler Wirtschaftsgeflechte umgesetzt werden können. Weltweit leben Menschen in Konfliktregionen und müssen aufgrund von Armut und fehlenden Beschäftigungsmöglichkeiten fortwährend neue Wege finden, um ihre Lebensgrundlagen zu sichern. Da legale Einkommensquellen oft fehlen, entstehen vielerorts illegale Märkte, zum Beispiel für die Produktion von und den Handel mit Drogen. Erst durch die Beseitigung von Entwicklungsdefiziten, den zugrundeliegenden Ursachen der illegalen Ökonomie, kann nachhaltige Entwicklung stattfinden.

Dieses Ziel verfolgt auch der Ansatz der Alternativen Entwicklung, über dessen Entstehung und Relevanz in der internationalen Drogenpolitik GPDE einen Artikel beigesteuert hat: „From Alternative Development to Sustainable Development: The Role of Development Within the Global Drug Control Regime“. Denn Alternative Entwicklung zielt darauf ab, wirtschaftliche Alternativen zum Anbau von Drogenpflanzen zu schaffen, damit Kleinbäuerinnen und Kleinbauern ihren Lebensunterhalt nachhaltig sichern können. Zum Beispiel sollen durch Maßnahmen wie die Verbesserung der Infrastruktur in abgelegenen Anbauregionen und die Förderung des Marktzugangs für legale Produkte die Rahmenbedingungen für ländliche Entwicklung verbessert werden.

Die erste Ausgabe des Journal of Illicit Economies and Development steht hier zum Download bereit. Aktuelle Informationen über weitere Ausgaben finden sich auf unserem Twitter-Kanal.

 
 
JIED
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