Reaktionen auf neue Herausforderungen bei Stimulanzien

Aktuelles

20.12.2018

Diskussion von Maßnahmen im Kontext der steigenden Zahl von Stimulanzienkonsumenten

Weltweit nimmt der Konsum von aufputschenden Drogen (Stimulanzien) wie Crystal Meth, Kokain und Methamphetamin deutlich zu. Die aufkommende Stimulanzien-Epidemie bringt neue Herausforderungen mit sich, insbesondere für die asiatischen Länder. Angebote zur Verminderung der negativen Nebenwirkungen von Drogenkonsum und Behandlungsmöglichkeiten richten sich jedoch hauptsächlich an injizierende Drogenkonsumenten.

Um diese neuen Herausforderungen und Maßnahmen im Kontext der steigenden Zahl von Stimulanzienkonsumenten zu diskutieren, veranstaltete die GPDE im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gemeinsam mit dem Arbeitsstab der Bundesdrogenbeauftragten, der thailändischen Drogenkontrollbehörde (ONCB), dem International Drug Policy Consortium (IDPC) und Harm Reduction International (HRI) das dritte Expertengruppentreffen (EGM) zu Schadensminderung in Bangkok, Thailand.
Schadensminderung ist ein Konzept, das sich auf Strategien, Programme oder Maßnahmen bezieht, die das Ziel haben die vielfältigen Schäden im Zusammenhang mit dem Konsum psychoaktiver Drogen zu verringern. An der Konferenz nahmen Vertreter von elf Ländern, vier internationalen Organisationen und der Zivilgesellschaft teil, um die internationale Debatte über Schadensminderung zu gestalten und weiterzuentwickeln.

Ziel des Treffens war es, gemeinsames Verständnis und Engagement für Schadensminderung auf globaler, regionaler und nationaler Ebene zu fördern, um die jüngsten Entwicklungen zu reflektieren und Fallstudien zu diskutieren. Die Sitzungen und Präsentationen widmeten sich Fortschritten in den Bereichen Schadensminderung in Asien und Maßnahmen zur Schadensminderung für Menschen, die Stimulanzien verwenden. Die niederländische NGO MAINline präsentierte dazu eine wegweisende Studie über Maßnahmen zur Schadensminderung für Stimulanzienkonsumenten. Die Forscher hatten im Auftrag der GPDE Literatur aus der ganzen Welt ausgewertet, 12 effektive Strategien identifiziert und sieben Fallstudien untersucht und in Bezug auf Ansätze und Wirksamkeit bewertet.

Wichtig für die Zukunft der globalen Drogenpolitik sind ein breiteres Konzept von Schadensminderung und -behandlung, menschenorientierte Ansätze, die Bereitstellung von Dienstleistungen für gefährdete Gruppen und geeignete Finanzierungsmechanismen.

 
 
Foto: GIZ GPDE
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