Neue Studie: Kokaanbau als Treiber von Entwaldung in Kolumbien

Aktuelles

20.04.2018

Studie in Kolumbien: Drogenpflanzenanbau kann durch seine direkten und indirekten Auswirkungen als treibende Kraft für den Verlust der Waldfläche angesehen werden

GPDE und das Waldschutzvorhaben REDD+ freuen sich, eine Studie zum Zusammenhang von Kokaanbau und Entwaldung - Comunidad, bosque y coca: un camino para la acción – präsentieren zu können. Im Fokus der Untersuchung, durchgeführt mit dem Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC), stehen zwei kolumbianische Regionen: Catatumbo und Amazonien. Die Analyse der stark betroffenen Gebiete leistet einen wissenschaftlich fundierten Beitrag zu alternativen Entwicklungsprozessen und hilft, die Dynamik von Entwaldung und Waldschädigung durch den Kokaanbau besser verstehen und eindämmen zu können. Eine besondere Relevanz der Studienergebnisse liegt in den internationalen und nationalen Zielen des Landes. Die Reduzierung der Entwaldung ist ein Schlüsselfaktor für die Erreichung von internationalen Klimaschutzzielen, während die Umsetzung alternativer Entwicklungsprojekte zu sozioökonomischer Entwicklung und Friedenskonsolidierung in Kolumbien beitragen kann.

Schätzungsweise 20 Prozent der Emissionen des Klimawandels werden durch die Abholzung tropischer Wälder verursacht. Die Ursachen der Entwaldung in Kolumbien sind vielfältig und beruhen auf sozioökonomischen, politischen, geografischen und ökologischen Faktoren. Drogenpflanzenanbau kann durch seine direkten und indirekten Auswirkungen als treibende Kraft für den Verlust der Waldfläche angesehen werden. Die Studie verdeutlicht, dass Entwaldung und Waldschädigung durch Kokaanbau komplexe Prozesse innerhalb eines Systems von vielfältigen sozialen, wirtschaftlichen und institutionellen Interaktionen sind. Die Verbindung von Waldschutz und alternativer Entwicklung – ein neuer Ansatz in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit mit Kolumbien – kann bei der Überwindung des umweltschädlichen und illegalen Anbaus ein wichtiger Faktor sein.

Mehr Informationen hier zum Download (Spanisch)

Comunidad, bosque y coca
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