Internationales Kolloquium über Auswirkungen illegaler Drogenmärkte auf Entwicklung

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Illegale Ökonomien – besonders Drogenökonomien − haben zerstörerische Auswirkungen auf die menschliche Entwicklung und Gesundheit. Das internationale Kolloquium beleuchtet Entwicklungsdynamiken, um innovative Ansätze für Forschung und Politik zu entwickeln.

Illegale Ökonomien haben schädliche Auswirkungen auf die menschliche Entwicklung und Gesundheit. Besonders Drogenökonomien sind eine der Haupteinnahmequellen von illegalen Netzwerken und fördern schwache staatliche Institutionen, Gewalt und Armut. Durch ihre Expansion können sich in fragilen Staaten parallele Machtstrukturen bilden, die die öffentliche Sicherheit und die individuelle und gesellschaftliche Gesundheit gefährden. Um illegale Ökonomien zu schwächen, müssen die zugrundeliegenden Entwicklungshemmnisse beseitigt werden.

In vielen Regionen, wie Zentral- bis Südostasien, Lateinamerika und Zentralafrika, leben jedoch viele Gemeinden von illegalen Ökonomien. Oftmals fehlen Zugänge zu legalen Märkten. Illegale Netzwerke bilden dann häufig die einzige Einnahmequelle und damit eine zentrale Lebensgrundlage. Die Gemeinden bleiben zudem vielfach unerreicht von Entwicklungsprogrammen und ohne staatlichen Schutz.

Das internationale Kolloquium vom 19. bis 21. April 2018 wird die Auswirkungen von illegalen Ökonomien auf die Entwicklung in interdisziplinärer Perspektive beleuchten. Ziel ist es, den Austausch von Regierungsvertretern, internationalen Experten aus Wissenschaft und Forschung, Vertretern von internationalen Organisation sowie der Zivilgesellschaft anzuregen und innovative Ansätze für Forschung und Politik zu entwickeln. Zentrale Fragestellungen sind, inwiefern illegale Ökonomien Hemmnisse für die menschliche und soziale Entwicklung darstellen und welche Entwicklungsdynamiken sich mit den illegalen Märkten verbinden. Welche politischen Ansätze gibt es und wie müssen daraus resultierende Entwicklungsprogramme gestaltet und umgesetzt werden?

Das Vorhaben GPDE veranstaltet das internationale Kolloquium im Auftrag des BMZ und unter politischer Schirmherrschaft der Drogenbeauftragten der Bundesregierung in enger Zusammenarbeit mit Christian Aid und der University of Glasgow in Kooperation mit Open Society Foundations (OSF) und dem Institut für Orientalische und Afrikanische Studien (SOAS) der University of London. Es findet auf dem SOAS Campus statt.

Die Ausschreibung des Call for Papers beginnt in Kürze. Interessierte können sich bereits per E-Mail registrieren illiciteconomies.colloquium@gmail.com.

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