Hochrangiger Austausch zwischen thailändischen und kolumbianischen Regierungsvertretern

Aktuelles

Drogenanbau ist ein zentrales Thema im kolumbianischen Friedensprozess. Vertreter der kolumbianischen Regierung reisten im August 2017 nach Nordthailand, um erfolgreiche Projekte der Alternativen Entwicklung zu besuchen und von den thailändischen Erfahrungen zu lernen.

Eduardo Diaz Uribe, Direktor der Behörde für Drogenanbausubstitution im kolumbianischen Präsidentschaftsamt, nimmt derzeit an einem Training von 22 Vertretern der kolumbianischen Zentralregierung, der lokalen Verwaltung sowie der Zivilgesellschaft teil. Die Teilnehmer befinden sich vom 24. bis 31. August 2017 in den Provinzen Chiang Rai und Nan in Nordthailand. Dort besuchen sie erfolgreiche Projekte im Bereich der Alternativen Entwicklung (AE), das heißt zur Förderung von legalen Alternativen zum illegalen Drogenanbau. Organisiert werden diese Fortbildungen gemeinsam von den GIZ-Programmen GPDE und REDD+, einem bilateralen Waldschutzprogramm in Kolumbien, sowie der thailändischen Mae Fah Luang-Stiftung unter königlicher Schirmherrschaft (MFLF). MFLF ist der thailändische Umsetzungspartner der GPDE.

Am 24. August 2017 traf Diaz den Generalsekretär der thailändischen Drogenbehörde ONCB, Sirinya Sidthichai, sowie den stellvertretenden thailändischen Außenminister, S.E. Mr. Virasakdi Futrakul. Begleitet wurde er von Vertretern des GIZ-Büros in Bangkok und MFLF. Diaz sprach sowohl gegenüber der thailändischen Regierung als auch GPDE seine Anerkennung für die Möglichkeit des gegenseitigen Austausches aus. Die Drogenproblematik ist ein zentrales Thema im kolumbianischen Friedensprozess. Diaz begrüßte die Gelegenheit, unmittelbar von den thailändischen Erfahrungen im Umgang mit der illegalen Drogenwirtschaft zu lernen, die auch neue Ansätze für das Problem des steigenden Koka-Anbaus in Kolumbien darstellen könnten. Thailand setzt seit über 30 Jahren erfolgreich AE-Projekte um und ist inzwischen frei von Drogenanbau.

Der stellvertretende thailändische Außenminister betonte, dass durch die Studienreise das Potenzial für weitere Kooperationen zwischen Thailand und Kolumbien, sowohl in der entwicklungsorientierten Drogenpolitik, aber auch darüber hinaus, ausgebaut werden könne.

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