Alternative Entwicklung ist eine nachhaltige Strategie zur Eindämmung des Drogenanbaus

Aktuelles

18.03.2019

Mehr als 150 Teilnehmer bei hochrangiger Veranstaltung zur Alternativen Entwicklung im Kontext der Tagung der VN-Suchtstoffkommission in Wien, 2019.

Foto: Drogenbeauftragte/ @arnoldmike.com
Foto: Drogenbeauftragte/ @arnoldmike.com

Am 14. März 2019 luden das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sowie die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) mit vielen hochkarätigen Partnern zu der High-Level Veranstaltung „Die Zukunft der Alternativen Entwicklung“ in Wien ein. Die Veranstaltung fand im Kontext der jährlichen Tagung der VN-Suchtstoffkommission (CND) statt. Die hochrangigen Vertreter*innen u.a. aus Kolumbien und Thailand waren sich einig: Der Ansatz der Alternativen Entwicklung in der Drogenpolitik ist eine wirksame Strategie, um die sozio-ökonomischen Rahmenbedingungen für Kleinbäuerinnen und Kleinbauern zu verbessern. Es geht nicht primär um eine Reduzierung von Drogenpflanzen.

„Armut ist eine der Haupursachen für den Anbau illegaler Drogen – eine alternative Entwicklung bekämpft das Problem in seinen Wurzeln, indem sie für die Kleinbauern andere Einkommensmöglichkeiten schafft“, sagte Prajin Jungton, der thailändische Vizepremier- und Justizminister. Thailand verfolgt diesen Ansatz erfolgreich: Bereits 2003 strichen die Vereinten Nationen (VN) das Land von der Liste der Opium- anbauenden Länder.

Mehr als 150 Teilnehmer folgten dem hochrangig besetzten Podium. Zu diesem gehörten Marlene Mortler, Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Gloria María Borrero Restrepo, kolumbianische Justizministerin, Yury Fedotov, Exekutivdirektor des Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) sowie Miwa Kato, Direktorin der Abteilung für Operationen UNODC, Christian Leffler, stv. Generalsekretär des Europäischen Auswärtigen Dienstes sowie Marco Balarezo, Botschafter Perus, und Gabriela Sellner, Österreichs Gesandte in der Ständigen Vertretung der VN. Mitveranstalter waren zudem die Regierungen von Kolumbien, Österreich, Peru, Thailand sowie UNODC und die thailändische Stiftung Mae Fah Luang.

Die Redner waren sich darin einig, dass eine nachhaltige Drogenpolitik nur gemeinsam und auf internationaler Ebene gestaltet werden kann. Sie muss auf wissenschaftlichen Tatsachen beruhen und den einzelnen Menschen in den Mittelpunkt stellen. Der Rückgang des Drogenanbaus sollte sich aus einem Entwicklungsprozess ergeben und nicht repressiv oder diskriminierend durchgesetzt werden. Herausgestellt wurde die Komplementarität von öffentlichen und privaten Investitionen sowie die Ratsschlussfolgerungen der EU zu Alternativer Entwicklung (AE). Die EU und ihre Mitgliedsstaaten bekräftigten, so Christian Leffler, dass Programme die Entwicklung auf lokaler Ebene unterstützen sollten. „Dabei müssen diese Wechselwirkungen mit Faktoren wie Sicherheit, Gewalt, Regierungsführung, Menschenrechte, Gesundheit, Bildung und Ernährungssicherheit berücksichtigten“, sagte Leffler.

Deutschland baut auf einen gesundheitlichen und entwicklungspolitischen Ansatz in der globalen Drogenpolitik, nicht auf einen Krieg gegen Kleinbäuerinnen und Kleinbauern sowie Konsumenten. Die Veranstaltung trug die positive Zusammenarbeit mit den oben genannten Regierungen und Institutionen hervorzuheben.

 
 
Teilen.
 
Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Zu den Datenschutzinformationen.Schließen