Erfahrungsaustausch zu Alternativer Entwicklung zwischen Thailand und Myanmar zeigt Wirkung

Aktuelles

29.03.2018

Der Austausch zwischen Thailand und Myanmar im Rahmen einer Studienreise zu Best Practices im Bereich Alternative Entwicklung (AE) zeigt bereits jetzt positive Auswirkungen, wie ein Nachbereitungsworkshop zeigte. Die Teilnehmenden bewerteten den Erfahrungsaustausch und die neugewonnenen Erkenntnisse als wertvoll für ihre Arbeit in AE-Projekten in beiden Ländern.

Im November 2017 reisten myanmarische Regierungsvertreter nach Thailand für eine Studienreise zum Thema Alternative Entwicklung (AE), die von der Globalen Partnerschaft für Drogenpolitik und Entwicklung (GPDE) und der thailändischen Mae Fah Luang Stiftung (MFLF) organisiert wurde. Um zu beurteilen, ob die Teilnehmer/innen die wichtigsten Erkenntnisse bereits in ihre Arbeit einfließen lassen konnten, luden GPDE und MFLF sie im Februar 2018 zu einem Folgeworkshop in Myanmar ein.

Die Rückmeldungen zeigten, dass die Studienreise für die Arbeit der Teilnehmenden sehr hilfreich war und einige die Lernerfahrung bereits in die Praxis umsetzen konnten. Am häufigsten wurde die laufende Basiserhebung erwähnt, die von der Regierung Myanmars für ein AE-Projekt in Naung Tayar im südlichen Shan-Staat initiiert wurde. Die Befragungsmethoden und -inhalte wurden auf der Grundlage von Modellen entwickelt, die während der Studienreise vorgestellt worden waren. Momentan werden die Daten aufbereitet, die als Grundlage für zukünftige Aktivitäten genutzt werden sollen.

Das Subtownship Naung Tayar umfasst 97 Dörfer, die in vier administrativen Verwaltungsbezirke zusammengefasst sind. Es gehört zur Pa-O Selbstverwaltungszone. Naung Tayar wurde als Pilotprojekt von dem myanmarischen AE-Komitee ausgewählt, welches unter Führung des Ministeriums für Grenzangelegenheiten steht, und läuft von 2017 bis 2019. Die größten Herausforderungen der Region sind Armut und der Mangel an Gesundheitsvorsorge, Bildung sowie Infrastruktur, wie zum Beispiel Straßennetze und Telekommunikation. Der Anbau von Schlafmohn war vor diesem Hintergrund eine Möglichkeit für Kleinbauern und -bäuerinnen, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.

„Uns wurde nach der Studienreise klar, dass Forstwirtschaft und Landnutzung zwei entscheidende Aspekte für alternative Entwicklung sind. Deshalb hat das AE-Komitee die Behörden für Forstwirtschaft und für Landnutzung einbezogen“, erklärte ein Teilnehmer während des Folgetreffens. Bislang bestand das Komitee aus zehn verschiedenen Ministerien sowie Vertreter/innen der Pa-O-Selbstverwaltungszone. Die Pa-O sind die größte ethnische Gruppe in Naung Tayar.

Ein anderer Teilnehmer wies darauf hin, dass die Beteiligung der Dorfbewohner/innen zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren für AE-Projekte gehört: „Ich habe auch gelernt, wie ich meine Kommunikationstechniken verbessern kann. Es ist besonders wichtig, greifbare Vorteile zeigen zu können, wenn wir Regierungsmitarbeiter/innen die Dorfbewohner/innen für unser AE-Programm gewinnen wollen.“

Alle Teilnehmer/innen waren sich einig, dass der Studienbesuch ihnen gute Instrumente für die Entwicklung ihres eigenen AE-Projektes mitgegeben hat und wünschen einen weiteren Austausch in der Zukunft. Der Folgeworkshop zeigte positive Entwicklungen im Feld in Myanmar vor dem Hintergrund der Änderung des Betäubungsmittelgesetzes und der Einführung der neuen nationale Drogenstrategie im Februar 2018.

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