GPDE auf der CND 2019: der Mensch im Fokus der Drogenpolitik

Aktuelles

04.04.2019

GPDE setzte während der 62.CND in Wien starke Impulse für eine Drogenpolitik, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt und Alternative Entwicklung als wirkungsvollen und bewährten Ansatz gegen den globalen Drogenanbau hervorhebt.

Die Globale Partnerschaft für Drogenpolitik und Entwicklung (GPDE) setzte während der diesjährigen Tagung der Suchstoffkommission der Vereinten Nationen (CND) in Wien (14.-22. März 2019) starke Impulse für eine Drogenpolitik, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt und Alternative Entwicklung als wirkungsvollen und bewährten Ansatz gegen den globalen Drogenanbau hervorhebt.

Während des zweitägigen hochrangigen Ministersegments der CND stellte GPDE auf einer Nebenveranstaltung gemeinsam mit den Regierungen Thailands, Perus, Kolumbiens und Österreichs sowie der Europäischen Union (EU), dem Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) und der thailändischen Stiftung Mae Fah Luang die neuesten Entwicklungen und aktuellen Diskurse rund um die Zukunft Alternative Entwicklung vor. An der Veranstaltung, sowie an dem davor stattfindenden Empfang der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Marlene Mortler, nahmen mehr als 200 Delegierte teil.

Ein großer Erfolg war zudem der Launch der International Guidelines on Human Rights and Drug Policy. Das Bundesministerium für Internationale Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hatte diesen Leitfaden für Menschenrechte in der Drogenpolitik, der vom Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) und der Universität Essex ins Leben gerufen wurde, maßgeblich gefördert. Die Richtlinien wurden nun in Wien erstmalig vorgestellt. Sie helfen Regierungen dabei, ihre nationalen Strategien zur Drogenkontrolle hinsichtlich der Erfüllung ihrer menschenrechtlichen Verpflichtungen zu überprüfen.

Als Teil der deutschen Delegation verhandelte GPDE des Weiteren im Auftrag des BMZ eine Resolution, die Alternative Entwicklung als entwicklungszentrierte Strategie auf die Agenda des internationalen Dialogforums setzte. Die Resolution konnte nach intensiven Verhandlungen bereits am zweiten Tag des regulären Programms verabschiedet werden. Sie fasst die Ergebnisse eines 2018 durch Deutschland, Peru, Thailand sowie UNODC veranstalteten Expertentreffens zusammen und betont dabei insbesondere die Querverbindungen zwischen Drogenpolitik und den Nachhaltigen Entwicklungszielen (SDGs). Zudem verankert sie Gender- und Menschenrechtsansätze in der Konzeption von Entwicklungsprojekten in Drogenanbauregionen. Die EU sowie viele weitere CND-Mitgliedstaaten kündigten noch während der Annahme der Resolution ihre politische Unterstützung durch sogenannte Co-Sponsorship (Miteinbringerschaft) der Resolution an.

In der regulären CND-Woche fanden noch zwei weitere durch GPDE mitveranstaltete Side Events statt: Unter dem Titel „No Quality = No Market“ wurde die Bedeutung der Einbindung der Privatwirtschaft in die Umsetzung der Alternativen Entwicklung hervorgehoben. In einer weiteren Veranstaltung wurde gemeinsam mit der London School of Economics die neue elektronische und frei zugängliche Fachzeitschrift Journal of Illicit Economies and Development vorgestellt. Das Journal thematisiert, wie illegale Ökonomien – insbesondere der Drogensektor – die menschliche und soziale Entwicklung hemmen und welche Entwicklungsdynamiken sich mit den illegalen Märkten verbinden.

Foto: Drogenbeauftragte/ @arnoldmike.com
Foto: Drogenbeauftragte/ @arnoldmike.com
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