Auf dem Weg nach 2019 – Die Rolle von (Alternativer) Entwicklung im VN Drogenkontrollsystem

Aktuelles

Kapitel 7 des UNGASS 2016 Abschlussdokuments adressiert Entwicklungsthemen in einer neuen Art und Weise. Das zweite Expertentreffen zu Alternativer Entwicklung in Brandenburg bot Raum, konzeptionelle Innovationen der alternativen Entwicklung im Hinblick auf 2019 zu diskutieren.

Vom 11. bis zum 13. September 2017 fand das zweite Expertentreffen zum Thema Alternative Entwicklung in Briesen, Brandenburg statt. Vertreter von 13 Regierungen, sowie der Vereinten Nationen (VN), regionalen Organisationen und der Zivilgesellschaft diskutierten das UNGASS 2016 Abschlussdokument und dessen Konsequenzen für die Überprüfung der Politischen Deklaration und des Aktionsplans der Vereinten Nationen zum Weltdrogenproblem im Jahr 2019.

Die diesjährige Konferenz war die zweite in einer Reihe von jährlich stattfindenden Treffen zu Themen rund um den Ansatz der Alternativen Entwicklung. Sie wurde gemeinsam mit dem Arbeitsstab der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, der thailändischen Mae Fah Luang Stiftung, sowie dem Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) von GPDE im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) organisiert.

Kapitel 7 des UNGASS 2016 Abschlussdokuments adressiert Entwicklungsthemen innerhalb des VN Drogenkontrollsystems in einer neuen Art und Weise, da verschiedene Mitgliedsstaaten, welche nicht primär von illegalem Drogenanbau betroffen sind, entwicklungsorientierte Antworten auf die Problematiken des urbanen Drogenmarkts und Drogenhandels forderten. Entwicklungspolitische Mittel - und nicht nur Strafverfolgungs- und Repressionsmaßnahmen - sollen auch im städtischen Raum zur Anwendung kommen. Dieses neue Mandat benötigt nun weiterführende Debatten und praktische Umsetzung.

Die Expertentreffen bieten somit einerseits einen Raum, die Lücke zwischen konzeptioneller Innovation des UNGASS Abschlussdokuments und dessen Umsetzung zu überbrücken. Andererseits fördern sie die Konsensbildung zur Frage, welche Rolle Alternative Entwicklung jenseits von 2019 spielen soll und wie diese Rolle zu definieren ist.

Foto: GIZ GPDE
Foto: GIZ GPDE
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